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Klemme Obstplantagen Presse Heidelbeeren

OBSTANBAU
Warum Heidelbeeren am Strauch wachsen
paperoni, 30.07.2004

Der Caldener Obstbauer Friedrich Klemme, bekannt durch seine auffälligen Spargel- und Erdbeerstände, kultiviert seit einigen Jahren neuseeländische Heidelbeeren in Nordhessen.

Bei der Ernte der begehrten Beeren müssen sich Klemmes Pflücker kaum noch bücken , seine Heidelbeeren wachsen nämlich am hohen Strauch. Ein Vorteil, der auch den selbstpflückenden Kunden anspricht.

Viele Beerensammler schätzen die Plantagenzucht. Sie wollen nicht nur das lange Bücken bei der Waldheidelbeerenernte meiden, sondern sind zudem verunsichert durch die Gefahren des Fuchsbandwurms.

Die Caldener Heidelbeerkulturen wachsen auf einer Mischung von Sägemehl und Baumrinde, in die bereits vor Jahren eigens angefahrener Waldboden eingearbeitet wurde. Dünger ist daher nicht mehr nötig, versichert der rührige Obstbauer Klemme, “aber dafür vier bis fünf Liter Caldener Wasser täglich", das in kilometerlangen oberirdischen Leitungen zugeführt wird.

Die Heidelbeere (lat. Vaccinium myrtillus L.), auch unter den Namen Blaubeere oder Schwarzbeere bekannt, ist ein Heidekrautgewächs und gilt unter Kennern als außerordentlich gesund. Heidelbeeren werden daher als Nahrungsmittel und zur Herstellung von Marmelade im Haushalt verwendet. Die Beeren zeichnen sich durch einen hohen Gehalt von Gerbstoffen,
Proanthocyanidine, Flavonole und Pflanzensäuren aus. In den frischen Früchten finden sich auch die Vitamine C, B1, Pantothensäuren und Nicotinamid.

Zubereitungen aus den getrockneten Beeren werden innerlich zur unterstützenden Behandlung akuter Durchfallerkrankungen bei Schulkindern und Erwachsenen, äußerlich als Mundspülmittel bei leichten Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut angewandt. Noch bis Ende August wird die nordhessische Heidelbeersaison andauern. (ms)